BoTec GmbH

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Estrolith

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Samstag, 20. September 2014

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Bernd H.
Gruppe: Bauherr


Thema vom: 04.11.2005
IP: | ID: 3058
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Restfeuchte im Estrich

Mein Parkettleger weigert sich das Parkett zu legen.

Angeblich weil eine zu hohe Restfeuchte im Estrich vorhanden ist.

Dabei liegt der Estrich schon seit fünf Wochen, die Fußbodenheizung wird seit über einer Woche hochgefahren und im Gebäude seit über einer Woche wird mit Heizgeräten und Entfeuchtern gearbeitet.

Es sieht so aus, als ob der Parkett leger keine Zeit hat.

Er hat einen CM-Test (?) gemacht und angeblich sind die Werte zu hoch. Leider habe ich die Werte nicht.

Kann mir jemand einen Tipp geben da wir den Einzugstermin nicht verschieben wollen?

Danke



Andi
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 07.11.2005
IP: | ID: 3071

Feuchter Estrich

Hallo,
war bei uns genau das Gleiche. Es ist leider gang und gäbe, dass der Oberbelagsleger kommt, Feuchte misst und sagt der Estrich ist zu nass, weil er andere Baustellen fertig stellen muss. Lassen Sie Ihren Parkettleger antanzen, er soll vor Ihren Augen eine CM-Messung (das ist eine korrekte Feuchtemessung, bei dem eine Probe aus dem ganzen Querschnitt des Estrichs gemessen wird) durchführen und Ihnen direkt am Gerät den Manometerdruck zeigen und Ihnen über die Einwaage in der Tabelle den Wert zeigen. Lassen Sie sich nicht verarschen und drohen Sie sofort mit Gutachter und Rechtsanwalt.
Mal sehen ob der Estrich dann auf einmal ganz schnell trocken ist !!!

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Bernd Kröll
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 07.11.2005
IP: | ID: 3073

Schreiner

Schlaue Ratschläge mit Rechtsanwalt kann Ihnen jeder geben.
Wenn jedoch das Parkett nach einigen Wochen Fugen aufweist, sind Sie doch der erste, der dem parkettleger Vorwürfe macht.
Unterschreiben Sie Ihm doch einen Garantieverzicht, dann wird er Ihnen das Parkett wohl verlegen.
MfG
Bernd Kröll

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Andi
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 07.11.2005
IP: | ID: 3077

Estrich feucht

Hallo Herr Kröll,
natürlich ist es nicht immer sinnvoll gleich mit einem Rechtsanwalt zu kommen. Aber Sie müssen doch zugeben dass es etwas seltsam ist, dass ein Parkettleger seinem Kunden nicht den Restfeuchtewert nennen kann oder will. Ein seriöser Handwerker zeigt auf Nachfrage des Kunden ein Protokoll vor oder lädt ihn gleich zu der Feuchtemessung ein. Alles andere wäre und war wie auch bei mir leider sehr fadenscheinig. Es gibt nun mal in jedem Gewerbe schwarze Schafe. Und für die braucht man eben notfalls einen Rechtsanwalt. Anscheinend gehören Sie glücklicherweise nicht dazu!
MfG Andi

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Schwontkowski
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 08.11.2005
IP: | ID: 3079

Feuchtigkeit

Den Feuchtigkeitsgehalt des Estrich sollten Sie aber bereits vor dem bestellen des Parkett-/ Bodenlegers kennen!
Bei der Fußbodenheizung MUSS ein aufheizen nach Aufheizprotokoll (DIN 4725 Teil 4) erfolgen. Dies darf erst nach dem "Funktionheizen" beginnen.
Je nach Heizungstyp und Hersteller liegt das Funktionsheizen bei ca. 1 Woche. Danach kommt das Belegreifheizen nach Aufheizprotokoll, welches bei 18 Tagen liegt. Darüber ist ein spezielles Protokoll zu führen und nach Fertigstellung, unterschrieben (Heizungsbauer und Architekt) dem Bauherr (in Kopie dem Bodenleger) zu übergeben. Dort erfolgt auch eine CM Messung.
Dis dahin ist das Sache des Heizungsbauers unter Aufsicht des Architekt. Natürlich ist der Bauherr über den jeweiligen Stand zu informieren.
Also wenn die Heizung "erst" seit einer Woche hochgefahren wird, kann 100 % noch kein verlegereifer Boden vorliegen.

"Bei Fußbodenheizungen ist ein Aufheizprotokoll zu führen, das dem Oberbelagsleger nach VOB DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten vorzulegen ist."

Mehr Informationen erhalten Sie beim z.B. beim: Bundesverband Flächenheizungen e. V. www.flaechenheizung.de

MfG Gregg Schwontkowski

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Stephanie M.
Gruppe: Handel


Antwort vom: 17.12.2005
IP: | ID: 3253

in der Regel...

Hallo,
in der Regel ohne Fussbodenheizung kann der Boden nach 6-8 Wochen verlegt werden!

Bei Fußbodenheizung gibt es ein sog. Aufheizprotokoll: In der Regel...
braucht der Estrich nach der Verlegung ca. 7 bzw. 21 Tage abbindezeit.
Dann muss der Boden erst aufgeheizt werden und wieder auf normale Temperatur abgesenkt werden. Dauer: ca. 18-20 Tage.
Dann erfolgt eine Feuchtemessung! Und die wenn zeigt, dass der Estrich immer noch zu feucht ist lieber noch warten!
Schöne Grüße aus Bayern, Stephanie M.

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Franz
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 19.12.2005
IP: | ID: 3265

in der Regel

Liebe Frau Stephanie M.,
in der Regel haben Sie ja recht. Aber ich wäre trotzdem vorsichtig mit solchen aussagen, dass ein Estrich nach 6-8 Wochen in der Regel belegereif ist. Dafür habe ich schon zu viel erlebt! Was machen Sie, wenn der Bauherr auf anraten vom Architekt !!! den Estrich 6 Wochen vor Zugluft schützt, sprich Fenster zu. Wenn der Estrich die Feuchte des putzes aufnimmt, der Estrich wegen Eimer auswaschen dauernd befeuchtet wird, wenn der Estrich bei Regen von eingetragenem Wasser durchnässt wird, etc., etc., etc.,!??
Solche Aussagen verunsichern nur die Laien, welche hier Ihre Frage stellen und die sagen dann bei einem Schaden "a im Forum is gstande der isch in da Regel nach 6 Woche trocke!"
Es gibt einzig und allein nur eine Lösung: Messen der Restfeuchte eines Estrichs mit dem CM-Gerät und sonst nichts!!!

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Manuel Baumann
Gruppe: Meister


Antwort vom: 12.01.2006
IP: | ID: 3357

richtig

ich freue mich hier den 3 aussagen der Handwerker nichts mehr hinzufügen zu können, und insbesondere der post von andi ist zu goldig... ich liebe solche bauherren! Da könnte ich den Hammer werfen!
Gruss

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Markus S.
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 19.01.2006
IP: | ID: 3392

Parkettleger

Es gibt viele unterschiedliche Faktoren, warum ein Estrich nicht innerhalb der üblichen Zeit den nötigen Restfeuchtewert hat. Diese im Einzelnen aufzuzählen, wäre zuviel. Ein Tip, der die Trocknung beschleunigt ist den Estrich anschleifen, aufrauhen. Das führt zu einer größeren Oberfläche. Bei der CM - Messung wird das Messgut aus dem unteren 2/3 genommen.

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.........
Gruppe: Meister


Antwort vom: 03.09.2008
IP: 85.176.***.** | ID: 6957

wie oben genannt

Guten tag erstmal....
Wie schon gesagt kann eine rest feuchte viel faktoren haben...frage :würde mit beschleuniger gearbeitet wenn ja welcher???(Ist bei Estrichleger nach zu fragen und schriftlich bestädigen lassen).Bei einiger beschleunigern kann man nach VOB auch über 2.0 ...verlegen...muss aber auch vom Estrichverlege schriftlich bestädigt werden welche C-beschleuniger verwendet würde...Wenn keiner verwendet würde muss man von aus gehen 8-12 wochen warten zu müssen wenn nicht sogar länger......
Bei anfahren von Heizung wird in der regel von 10tage an fahren geredet und 4 tage runter fahren abkühlen.....
Zu Parkettleger der ist zu verpflichtet ein kopie aus zu stellen der messwerte.....
Jeder unsere kunden bekommt es auf Post weg oder Fax,oder persönlich überreicht.....
Ansonst wenn keine Tip´s helfen ein zweiten Parkettleger hin zu ziehen oder ein Gutachter......

Netten gruß
Von der Firma BTS Gmbh aus dem Norden

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Huber Johann
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 14.08.2010
IP: 91.8.**.** | ID: 9923

Verlegemessung für Fliesen

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich suche ein Profi Messgerät zur zerstörungsfreien Messung von Estrichen, wer kann mir ein zuverlässiges Gerät der neuesten Technik verraten?

Einen Schönen Abend
Hans

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Bawi
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 25.06.2012
IP: 213.182.***.*** | ID: 12049

Estrich und seine Restfeuchte ...

Ich möchte ausnahmsweise mal aus Sicht des Bauherren den handwerker in Schutz nehmen. Klar gibt es manchmal Verzögerungen die nicht nachvollziehbar sind und auch ich habe mit Rechnungskürzungen drohne müssen oder Abschläge einbehalten um den ein oder anderen handwerker zum Fertigstellen seiner Arbeit zu zwingen, aber am Ende habe ich dann an mehreren Stellen Zeitverzug zugunsten der Qualität in Kauf genommen. Nun zu meiner Erfahrung zu Parkettleger und Restfeuchte:

Der gute Mann hat mir schon beim ersten Beratungsgespräch folgende Versprechen gemacht:

- bei normalem, also NICHT schnelltrocknendem Zement loht sich eine Messung erst nach 8 Wochen, so geschehen
- Seine Erfahrung zeigt das erst 12 Wochen im Schnitt zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen
- ER verlegt erst ab 1,8% Restfeuchte
- Gemessen wird erst mit einem "normalen" Gerät, zum Schluss, bzw. bei erreichen der gewünschten Restfeuchte wird oben genannte Bodenprobe entnommen.

Jetzt schreiben wir Woche 12 nach Estrich und 2,1%. Alle Handwerker sind in den letzten Zügen, lt. Parkettleger wird er in 2 Wochen anfangen. erst jetzt kam die Info das er eigentlich schon eher legen kann (ab 2%) mir aber raten würde die 2 Wochen zu warten.

Da ich meinen Umzug realistisch und nicht nach den üblichen fabelhaften Zeitplänen von Architekten und Handwerkern geplant habe ist entsprechende Luft nach hinten (2 Monate nach hinten) eingeplant, beim Bau eines Hauses sind 2 Monatsmieten sicher noch einzuplanen!?! Ausserdem habe ich so den Vorteil das definitiv alle Handwerker aus dem Haus sind und somit nicht auf dem frisch verlegten Parkett rumsauen. Weiterhin habe ich mit dem Fliesenleger, der nun vorher und nicht wie geplant parallel gearbeitet hat problemlos ein paar Planänderungen umsetzen können. Zuletzt wiege ich mich in einem wohligen Gefühl der Sicherheit das mein Boden nicht nach dem ersten Winter "hochkommt".

Fazit, und der Grund warum ich all das schreibe ist die Feststellung das auch aus Sicht eine Bauherren einmal erwähnt werden sollte das bei entsprechend realitätsnaher Planung entspannter das Ende eines Baus erlebt werden kann, mangelner Zeitdruck führt zu weniger Pfusch und sicher auch Flüchtigkeitsfehlern und zuletzt kann man sich die Mühe sparen den Schuldigen am überzogenen Zeitplan zu suchen ...

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SK
Gruppe: Sonstige


Antwort vom: 10.10.2013
IP: 134.147.***.** | ID: 12951

Off-topic: Transparenz

Vielleicht wäre es ja eine gute Idee, wenn man von Anfang an realistisch planen würde und die Handwerker auch entsprechende Informationen geben? - Ich arbeite in der Wissenschaft und weiß, daß ich die Fertigstellung eines Aufsatzes, Vortrags oder gar Buches immer mal ein paar Wochen verzögern kann. Man braucht Jahre der Berufserfahrung, um die eigene Belastbarkeit und Produktivität korrekt einzuschätzen, und auch dann kann mal was schiefgehen. Diese Erfahrung macht dann aber am Ende die Professionalität aus. Also fange ich mit einem Vortrag eben 2 Wochen vorher an und nehme mir sonst möglichst nicht viel vor, damit ich SICHER bin, daß er fertig ist, wenn ich ihn liefern muß. Und wenn was schiefgeht, habe ich die letzten Tage vorher eben mehr Streß und Nachtschichten, weil man Vorträge eben nicht beliebig verschieben kann. Bei einem Aufsatz dagegen weiß ich, daß alle Beteiligten die Spielregeln kennen und wissen, daß es mindestens zwei, eher drei Deadlines geben muß und man nach jeder Deadline mit einer mehrwöchigen Verzögerung zu rechnen hat. Wenn man also einen bestimmten Publikationstermin einhalten muß, dann muß man das einrechnen. Das macht den Profi aus. Und das Buch muß eben fertig werden, wenn die Stelle ausläuft, die es finanziert.

Deshalb erwarte ich von einem professionellen Handwerksbetrieb (und erst recht von einem Architekten), wenn er nicht erst gestern neu gegründet wurde, daß er zuverlässige Auskunft über den frühest- und den spätestmöglichen Fertigstellungstermin geben kann. Dabei kann der Handwerker selbstverständlich nicht davon ausgehen, daß der Auftraggeber eine auch nur ungefähre Vorstellung vom Ausmaß möglicher Verzögerungen hat. Er hat also gefälligst immer eine pessimistische Variante seiner Kalkulation mitzuliefern und dazu zu sagen, was optimistisch, was realistisch und was pessimistisch gerechnet ist. Dann kann der Auftraggeber auf der Grundlage der pessimistischen Einschätzung planen und bekommt keine Probleme, wenn der angesetzte Fertigstellungstermin nicht eingehalten werden kann.

Mit anderen Worten: TRANSPARENZ ist das entscheidende. Wenn offen und klar kommuniziert wird und der Auftraggeber Daten hat, an die er sich halten kann, dann gibt's hinterher auch keinen Ärger, weil die Planung unrealistisch war. Wenn der Handwerksbetrieb das für überflüssig hält, muß er sich nicht wundern, wenn der Auftraggeber bei Verzögerungen ärgerlich wird oder gar den Rechtsweg beschreitet. Umgekehrt muß der Auftraggeber natürlich auch bereit sein, ehrliche Planungen zu akzeptieren und nicht den Auftrag an einen anderen Betrieb geben, der unrealistische Termine verspricht.

Also: Liebe Handwerker, wenn Ihr den Auftraggebern nicht sagt, daß Parkettverlegung von verschiedenen Faktoren abhängt und man besser 2-3 Monate Puffer einplant, dann motzt hinterher nicht rum, wenn die Auftraggeber sauer werden! Und liebe Auftraggeber, wenn Ihr nicht bereit seid, die Handwerker in realistischen Zeiträumen arbeiten zu lassen, dann müßt Ihr Euch nicht wundern, wenn sie Euch erst das Blaue vom Himmel herab versprechen, um den Auftrag zu bekommen, und dann hinterher nicht fertig werden!

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